John Axelrod






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12 Feb 2006
German reviews: LSO concerts and recordings
Various publications

Mit voller Kraft voran (12. Februar 2006) Das Luzerner Sinfonieorchester und sein Chefdirigent John Axelrod

Neue Zürcher Zeitung, 11. Februar 2006 In Luzern herrscht musikalisch hohe Zeit - und das nicht nur, wenn eine der drei Ausgaben von Lucerne Festival angesagt ist. Für Leben sorgt auch das Luzerner Sinfonieorchester, das diese Saison das Jubiläum seines 200-jährigen Bestehens feiert. Zehn doppelt geführte Sinfoniekonzerte bilden den Kern eines Angebots, das durch eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen bereichert wird - und hier einen Sitzplatz zu finden, ist nicht einfach. Die Abende sind in der Regel ausverkauft, obwohl das Orchester im Kultur- und Kongresszentrum von Jean Nouvel auftritt, dessen Konzertsaal mit seinen knapp 1900 Sitzen mehr Kapazität zur Verfügung stellt, als es anderswo in der Schweiz der Fall ist. Dabei geht etwas weniger als die Hälfte der Plätze über den Vorverkauf weg, nicht den spontanen, sondern den langfristig geplanten - und da stellen sich die Zuwachsraten ein. Die klassische Musik in der Krise? Das Konzert am Ende? Gewiss: die Architektur. Sie spielt ihre Rolle, aber das ist nicht der einzige Grund für die Aufbruchsstimmung - auch in der Kunst, in der Vermarktung und der Strukturpflege wird ausgezeichnet gearbeitet. John Axelrod, der aus den USA stammende Chefdirigent des Orchesters, scheint den Nerv des Publikums zu treffen. Und der Orchesterdirektor Numa Bischof, bei der Basel Sinfonietta gestählt, gehört zu den findigeren Köpfen der Branche. Weil das Luzerner Sinfonieorchester, das den Löwenanteil seiner Arbeit im Theater verrichtet, chronisch unterbesetzt war, hat er zehn neue Positionen geschaffen und dafür private Mittel aufgetrieben - wie überhaupt der Grad der Eigenfinanzierung ungewöhnlich hohe Werte erreicht. Darüber hinaus plant er zusammen mit dem Chefdirigenten so überraschende wie stimmige Programme. «Visionäre Tastenvirtuosen» nannte sich der jüngste Abend. Eine Programmschiene, die den auch als Interpreten tätigen Komponisten gewidmet ist, kreuzte sich hier mit einem auf mehrere Spielzeiten hin angelegten Haydn-Projekt. So gab es zur Eröffnung die Lustspiel-Ouverture von Ferruccio Busoni und zum Abschluss «Die Ideale», eine noch weitaus seltener gespielte Sinfonische Dichtung von Franz Liszt. Dazwischen trat der junge Türke Fazil Say im Dritten Klavierkonzert, c-Moll, von Beethoven auf und schloss sich die Sinfonie in D-Dur, Hob. I:96, von Haydn an. Fazil Say liess da und dort fünfe gerade sein, aber wie er seinen Part mit Leben erfüllte, war hinreissend. Und die selbst erfundene Kadenz, die stilistisch von Beethoven über Schubert zu Liszt führte, frappierte ebenso wie der Türkische Marsch von Mozart, den sich der Pianist in der Zugabe sehr lustig anverwandelte. Auch beim Orchester stand nicht alles auf demselben Niveau; bei der Sinfonie Haydns liesse sich der Ansatz gewiss noch weiterentwickeln, doch was in dieser sehr heiklen Partitur an Agilität und, nicht zuletzt dank den Leistungen von Flöte und Oboe, an Farbigkeit erreicht wurde, durfte sich sehr wohl hören lassen. Peter Hagmann

Franz Schreker und Ausdruckstanz: (10. Februar 2006) Luzerner Sinfonieorchester, John Axelrod (Leitung).

Nimbus Records NI 5753 die entdeckung Franz Schrekers Opern erscheinen zwar nicht gerade regelmässig auf den Spielplänen, aber immerhin haben sie sich in unserem Bewusstsein eingeprägt. Das ist von jenen Werken, die Schreker im künstlerischen Aufbruch des Wiener Jugendstils für die keimende Gattung des Ausdruckstanzes - und damit für die beiden, aus dem Ballettkorps der Hofoper ausgetretenen, Schwestern Wiesenthal - komponierte, nicht zu behaupten. Es handelt sich also um veritable Entdeckungen, was John Axelrod und das Luzerner Sinfonieorchester auf ihrer ersten gemeinsamen CD für das britische Label Nimbus vorlegen. Im Mittelpunkt steht dabei Schrekers Vertonung «Der Geburtstag der Infantin», einer Pantomime nach Oscar Wildes Märchen, eingespielt in der kleiner und transparenter besetzten Urfassung. Axelrod pflegt das Schillernde, Oszillierende an dieser Musik, das Schwelgen am Abgrund sozusagen, die Bedrohung der Idylle klingt stets mit. Auch in den andern Werken, wie etwa dem zu Franz Josephs 60. Thronjubiläum geschriebenen «Festwalzer und Walzerintermezzo», lauert hinter vordergründig süssen Harmonien und schönheitstrunkener Kunstseligkeit der Abgrund. Der berühmte Wiener Tanz auf dem Vulkan, am Vorabend des Infernos, schwingt in allen diesen frühen Werken Schrekers mit. Eine faszinierende Neuerscheinung, mit feinem Sensorium für instrumentale Farben und reiche orchestrale Schattierungen gespielt. Andrea Meuli, Musik und Theater http://www.musikundtheater.ch/mt/cd/entdeckung.html

Konzert mit Fazil Say (10. Februar 2006) Echo von Zuhörern

Konzert vom Mittwoch, 08.02.06 Gratulation und ein ganz grosses Kompliment und Lob allen Mitwirkenden: Dirigent, Solist, gesamtes Orchester. Wir waren mit 8 Freunden aus der ganzen Schweiz an diesem Konzert - das Lob war einhellig: GROSSARTIG! Vielen Dank für solche Sternstunden. Die begeisterten Zuhörer. Maja und Erich Hochstrasser aus Beromünster


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