John Axelrod






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17 Sep 2010
JOHN AXELROD Der 360-Grad-Künstler und Dirigent von Filmmusik
Der Standard

JOHN AXELROD
Der 360-Grad-Künstler und Dirigent von Filmmusik
VON STEFAN ENDER  |  15. September 2010, 17:34

Der gebürtige Texaner und Harvard-Absolvent leitet die Gala "Hollywood in Vienna" im Konzerthaus
Wien - Er redet unglaublich schnell und fast ununterbrechbar. Ein Turbo. Muss der Mann auch sein, wenn man seinen Konzertkalender anschaut: Allein in der aktuellen Saison dirigiert John Axelrod 18 verschiedene Orchester der Fast-Top-Liga in Europa, den USA und in Japan, sein eigenes, das Orchestre National des Pays de la Loire, noch gar nicht mitgerechnet. Und er dirigiert alles: Oper, Konzerte, das klassisch-romantische Repertoire, Jazz und Zeitgenössisches.
2006 hat der gebürtige Texaner und Harvard-Absolvent mit dem RSO Wien Martin Grubinger bei dessen vierstündigem Konzertmarathon im Wiener Musikverein begleitet, er hat Uraufführungen von Wolfgang Rihm, Kaija Saariaho, Jörg Widmann und Fazil Say geleitet; letztes Jahr war er mit Lang Lang und Herbie Hancock auf Tournee durch Europa und Nordamerika. "Und natürlich dirigiere ich auch jedes Jahr Filmmusik" , ergänzt Axelrod. Denn: "Ich bin ein 360-Grad-Künstler. Ich bin offen. Es gibt keine seriöse oder unseriöse Musik, es gibt nur gute und schlechte."
In Wien ist John Axelrod in Sachen Filmmusik tätig: Er dirigiert heute, Donnerstag, im Konzerthaus die Gala Hollywood in Vienna, eine Unternehmung, als deren Musikdirektor er seit letztem Jahr fungiert. Sie wurde von Sandra Tomek initiiert und wird von ihrer Agentur Best of Film Music sowie dem SP-affinen Echo Medienhaus (Christmas in Vienna) produziert. Als "einer der großen finanziellen Unterstützer" vergibt die Stadt Wien hier den Max Steiner Lifetime Achievement Award, und zwar an Howard Shore, dessen kompositorisches Wirken in Cronenberg- und Scorsese-Filmen sowie auch in der Herr-der-Ringe-Trilogie allgemeines Gehör fand.
John Axelrods Ambition: Filmmusik insofern ernst zu nehmen, als dass er sie zusammen mit dem RSO Wien auf höchstem Niveau darbietet. Der 44-Jährige wird in der Gala mit Werken der Emigranten Max Steiner und Erich Wolfgang Korngold - in Axelrods Ohren die "Dritte Wiener Schule" - beginnen und nach John Williams, James Horner und Klaus Badelt mit Preisträger Shore finalisieren.
Hat sich seit Korngold und Steiner Filmmusik eigentlich wirklich weiterentwickelt? "Ja. Nicht so sehr auf harmonischem, auf handwerklichem Gebiet, mehr auf dem der Sounds und der digitalen Klangeffekte. Denn man muss wissen: Oft hat der Filmmusikkomponist nur wenig Spielraum. Er muss den Vorgaben, den Erwartungen von Regisseur und Produzent entsprechen. Dennoch können die wirklich guten Komponisten - ich denke da heute an Danny Elfman, Marco Beltrami, Alexandre Desplat und Klaus Badelt - ihre eigene, neue Sprache finden und so Musik schaffen, die auch ohne den Filmhintergrund besteht." (Stefan Ender, DER STANDARD - Printausgabe, 16. September 2010)


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