John Axelrod






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27 Jun 2005
Luzerner Sinfonieorchester - Plädoyer für süffige Moderne
Various publications

Luzerner Sinfonieorchester Plädoyer für süffige Moderne Urs Mattenberger; Neue Luzerner Zeitung, 27. Juni 2005

Mit einem überzeugenden Auftritt hat John Axelrod die erste Saison in Luzern abgeschlossen. Das Luzerner Sinfonieorchester überraschte mit Fin-de-Siècle-Musik von Franz Schreker. (…) Schon in den Tänzen im alten Stil liess der expressive Ton aufhorchen, mit dem Axelrod die fiebrige Fin-de-Siècle-Sinnlichkeit der Sarabande aufleben liess. Die Wahl Schrekers als Repräsentant einer Moderne, die nicht radikal mit der Tradition bricht, steht programmatisch für die Art, wie Axelrod auch zeitgenössische Musik in die Konzertprogramme des LSO miteinbezieht. (…) Entscheidend ist, dass diese Verbindung von klassischem Qualitätsanspruch mit zeitgemässem Entertainment, für die Axelrods Wirken in Luzern steht, auch interpretatorisch greifbar wird. Auch das zeigte das Konzert vom Freitag exemplarisch: Da wurden die Phrasen in Schrekers vielsträhnigen Partituren mit jener Detailliebe modelliert und zum Sprechen gebracht, die man von Axelrods Klassiker-Interpretationen kennt. Anderseits entfaltete er die Windungen dieser Musik mit einem übergreifenden Schwung, der auch den süffigen, überwältigenden Effekt geschickt einkalkuliert und einzelne Zuhörer zu einem spontanen Bravo mitriss. Das letzte Konzert vor den Sommerferien wurde live mitgeschnitten und bildet den Auftakt für eine mehrteilige CD-Reihe, mit der das LSO ausgehend vom Komponisten Franz Schreker einen neuen Blick auf die frühe Moderne erlaubt.

Grosses Gewandhaus-Concert, Leipzig Klangfarbenrausch Tobias Wolff, Leipziger Volkszeitung, 28. Mai 2005

Die Dramaturgie ist schlüssig, spannend, abwechslungsreich: Viel mehr zeitgenössische Musik als üblich, gleichzeitig ist höchste Publikumsfreundlichkeit garantiert. (…) Gekonnt überschreitet der junge, sympathische Dirigent John Axelrod in "Rendering" die Bruchstellen zwischen klassisch-romantischer Klangempfindsamkeit à la Schubert und den eingefügten Passagen im Berio-Stil. Bei den "Pini di Roma" von Ottorino Respighi verursacht er einen wahren Klangfarbenrausch. Der Applaus der Zuhörer ist noch lauter als der strahlende Schlussakkord.

Luzerner Sinfonieorchester Interview mit John Axelrod: "Der Blues kam vor Beethoven" Hugo Bischoff, Neue Luzerner Zeitung, 25. April 2005

«Schock nur um des Schock willen ist für mich wertlos. Provokation hat nur eine Berechtigung, wenn sie ein Konzept stützt oder wenn sie das steigert, wofür die Worte und die Musik stehen. Ich würde es vorziehen, wenn wir wieder zu den Wurzeln der Oper zurückkehrten, wo Text und Musik Priorität haben. (…) Interaktion und Bedeutsamkeit sind die Schlüssel, um ein Publikum aufzubauen. Wir müssen verstehen, wer unsere Kunden sind, wohin sie ausgehen, was sie gerne mögen. Es geht dabei nicht nur um ernste Kunst, sondern auch darum, Spass zu haben und die Zuschauer teilhaben zu lassen. Wir wollen geben, nicht nur nehmen.»

Interview with John Axelrod: "An advocate for new classical music" John Stoehr, music diversions, March 24th, 2005

J.A: «Classical music is not a museum piece. As God breathed life into man, musicians and conductors must breathe life into the dots on the page.» J.S: «You sound like an advocate for contemporary composers.» J.A. «I am. They represent classical music as a living, breathing, organic and envolving art form. Music was never about dead, white European composers. It's always about being a living, vital experience. It's about the relationship between the composer and performers and the performers and the audience.»

Luzerner Sinfonieorchester Rigoletto: So soll Oper sein! Reinmar Wagner, Musik + Theater, März 2005

Der neue Chef in Luzern, John Axelrod, ging mit sehr viel Leidenschaft und Gestaltungswillen an die Arbeit, und das Orchester folgte ihm nicht nur mit Engagement, sondern auch mit vor allem rhythmischer Präzision, die man hier in der Vergangenheit nicht immer gehört hatte. Die dynamischen Kontraste lebte der texanische Dirigent voll aus. Ein sensationeller Rigoletto!

pro:log, März 2005 Ein Rigoletto von wahrhaft tragischer Grösse. (…) Aufhorchen liess vor allem John Axelrod am Pult: Es gelang ihm, durch eine ausgefeilte Klangdramaturgie das Orchester zum kommentierenden Akteur des Geschehens zu machen.

Hanspeter Renggli, Opernwelt, März 2005 Lauter Applaus nach der eindringlichen Rigoletto-Premiere. Es sind bleibende Bilder und bewegende Choreografien, die der neue Chefdirigent des Luzerner Orchesters, John Axelrod, überaus intensiv, aber auch erstaunlich brillant begleitete.

Budapester Cellist Miklos Pérenyi und das Luzerner Sinfonieorchester Neue Luzerner Zeitung, 18. Februar 2005

Da war kein eitler Virtuose am Werk, sondern ein feinsinniger Musiker, der das Cello in Robert Schumanns Konzert a-moll mit samtenem und doch nervigem Ton singen liess. (…) Das Orchester nahm den Dialog mit dem Solisten bereitwillig auf. (…) Das LSO spielte unter der engagierten Leitung von John Axelrod keineswegs eine Statistenrolle. Mit der abschliessenden Sinfonie Nr. 4 von Robert Schumann verschaffte es sich sogar nachhaltig Gehör und lieferte mit der die melodischen Wunder bis in feinste Verästelungen auslotenden Wiedergabe von Wichard Wagners Siegfried-Idyll gar sein Meisterstück.


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